Pubertäre chronische Cannabinoidbehandlung nach neonataler Cortexläsion: Effekte auf emotionale, soziale und kognitive Verhaltensleitungen der Ratte

http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv:46-diss000008605
https://elib.suub.uni-bremen.de/peid=D00000860
urn:nbn:de:gbv:46-diss000008605
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv:46-diss000008605
https://elib.suub.uni-bremen.de/peid=D00000860
urn:nbn:de:gbv:46-diss000008605
Schneider, Miriam
2004
Universität Bremen: Biologie/Chemie
Dissertation
Cannabis, Schizophrenie, Verhalten, Pubertät, Präfrontalcortex, WIN 55,212-2,
In der vorliegenden Arbeit wurden die Konsequenzen einer frühen Entwicklungsstörung, in Form einer exzitotoxischen Läsion des mPFC neonataler Ratten, in Kombination mit einer chronischen pubertären Cannabinoidbehandlung auf verschiedene Verhaltensleistungen der Tiere untersucht. Dieser Ansatz entspricht der Vulnerabilitäts-Streß Hypothese der Schizophrenie. Neben verschiedenen additiven two-hit -Effekten durch die mPFC-Läsion an pd 7 und die pubertäre Cannabinoidbehandlung, ergaben sich zusätzlich durch beide Behandlungen für sich genommen unterschiedliche Verhaltensstörungen. So zeigten sich langfristige Kurzzeitgedächtnisdefizite, Störungen der Aufmerksamkeit, inadäquates und reduziertes Sozialverhalten, reduzierte Fellpflege, motivationale Defizite und Störungen der circadianen Rhythmik. Desweiteren fanden sich verschiedene morphologische Auswirkungen der neonatalen Läsion, wie beispielsweise cortikale Volumenverringerung, eine Erweiterung der Seitenventrikel und Myelinisierungsdefizite. Da sowohl Verhaltensstörungen als auch die strukturellen Veränderungen in ihrem Erscheinungsbild der Schizophrenie ähneln, bietet die Verknüpfung einer frühen Störung der Cortexentwicklung mit einem folgenden pubertären Stressor in dem Versuchsansatz der vorliegenden Arbeit eine äußerst komplexe und valide Grundlage zur Modellierung verschiedener symptomatischer und neuropathologischer Aspekte der Schizophrenie bei der Ratte. Aufgrund der Komplexität der Schizophrenie ist es wichtig für die Entwicklung überzeugender Tiermodelle möglichst viele Symptome und neuropathologische Befunde der Schizophrenie mit Theorien zur Ätologie der Erkrankung in einem Modellansatz zu integrieren. Mit dem Versuchsdesign der vorliegenden Arbeit wurde versucht, diesem Anspruch weitgehend gerecht zu werden. Das two-hit Modell eignet sich demnach durchaus für zukünftige tierexperimentelle Studien zum Erkenntnisgewinn über die Schizophrenie und ihre Ursachen.
DNB
32
2005.10.24/12:16:12
Pubertäre chronische Cannabinoidbehandlung nach neonataler Cortexläsion: Effekte auf emotionale, soziale und kognitive Verhaltensleitungen der Ratte
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